Dreschmaschine

Dreschmaschine
Drẹsch|ma|schi|ne 〈f. 19Maschine zum Dreschen

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Drẹsch|ma|schi|ne, die:
[fahrbare] Maschine, in der die Körner aus den Ähren herausgelöst werden.

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Dreschmaschine,
 
Maschine zum Dreschen von Getreide. Praktische Bedeutung bekamen die Dreschmaschinen etwa ab 1850; sie wurden um 1955 in den Industrieländern vom Mähdrescher abgelöst.
 
Als wichtigstes Element der Dreschmaschine gilt die von dem Schotten Andrew Meikle (* 1719, ✝ 1811) um 1785 erfundene Kombination von Dreschtrommel und Dreschkorb, die im Prinzip in den meisten Mähdreschern fortbesteht. Hier findet nicht nur das Dreschen statt, sondern der Korb scheidet auch bereits den größten Teil der Körner aus dem Gutstrom ab, wenn auch mit Beimengungen (besonders Spreu). Für die Absiebung der restlichen Körner dient der »Schüttler«, erkennbar am vielfach größeren Bauvolumen. Am Schüttlerende übernimmt häufig eine Schwingkolbenpresse das Stroh zur Herstellung handlicher Ballen. Das Abtrennen der Körner aus den feineren Beimengungen erfolgt durch kombiniertes Sichten und Sieben; Vorläufer dieser »Reinigung« waren die Windfegen.
 
Der Antrieb der Dreschmaschinen bestand anfänglich v. a. aus Göpelanlagen, später kam für größere Dreschmaschinen die Dampfmaschine hinzu. Im 20. Jahrhundert stellte man sich zunehmend auf Verbrennungsmotoren, Elektromotoren und Ackerschlepper (Riemenscheibe) um.
 
 
Göpel u. D. Ausst.-Kat., bearb. v. W. Beck (1981).

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Drẹsch|ma|schi|ne, die: [fahrbare] Maschine, in der die Körner aus den Ähren herausgelöst werden.

Universal-Lexikon. 2012.

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